Star Trek II: Der Zorn des Khan

Originaltitel: Star Trek II: The Wrath of Khan
Crew: TOS-Crew
Nebenrollen: Ricardo Montalban als Khan
Kirstie Alley als Lt. Saavik
Merritt Butrick als David
Jahr: 1982
Regie: Nicholas Meyer
Musik: James Horner

Inhalt:
Das Genesis-Projekt von Dr. Carol Markus hat das Ziel leblose Planeten mit Hilfe eines Projektils zu einer lebenden und atmenden Welt zu machen.
Zu diesem Zweck befindet sich das Sternenflottenschiff USS Reliant im Orbit von Ceti Alpha VI, um diesen öden Planeten zu einem Paradies zu machen. Doch nach Scanneranalyse kann es nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden, dass der Planet kein eigenes Leben besitzt. Würde nun das Genesis-Projekt eingeleitet werden, würde das katastrophale Folgen haben.
Daraufhin beamen sich Captain Terrell und sein Erster Offizier Chekov auf die Oberfläche. In der sehr lebensfeindlichen und windigen Wüste entdecken sie einen abgestützten Frachter.
Während sie sich umschauen sieht Chekov die Aufschrift "SS Botany Bay". Trotz aller Eile gelingt es dem Außenteam nicht mehr zu flüchten. Sie sind Khan und seinen Anhängern in die Arme gelaufen. Dieser hat nur ein Ziel: Die Rache an James T. Kirk. Die beiden Führungsoffiziere werden gezwungen die Reliant an Khan zu übergeben, welcher sofort zum Raumlabor Regula 1 fliegt, um die Unterlagen über das Genesis-Projekt zu entwenden.

Während der Inspektion der Enterprise durch Admiral Kirk beschließt dieser einen kleinen Testflug mit der hauptsächlich aus Kadetten der Sternenflottenakademie bestehenden Crew. Doch unterwegs trifft ein Kommunique von Dr. Markus, der früheren Frau Kirks ein. Sie verlangt von ihm zu erfahren, warum er ihr Genesis wegnehmen will. Leider kann sie den Admiral nicht verstehen, da die Übertragung gestört wird. Die Enterprise erhält den Befehl vom Oberkommando die Situation zu klären. Captain Spock übergibt breitwillig das Kommando an Kirk.
Bevor das Schiff das Forschungslabor erreichen kann trifft es auf die Reliant. Sie fliegt, ohne auch nur einen Funkspruch abzugeben, an in die Enterprise heran. Kirk kann nicht mehr reagieren, als plötzlich die Schutzschilde der Reliant online gehen und die Phaser schwere Schäden am Haupttriebwerk hinterlassen. Kurz vor dem endgültigen Energieausfall meldet sich doch der Kommandeur des feindlichen Schiffes: Khan. Er verlangt die sofortige Kapitulation und alle Daten über das Projekt Genesis. Kirk willigt ein, um Zeit zu gewinnen. In einer vorgetäuschten Übertragung werden die Schilde der Reliant außer Funktion gesetzt und das Schiff mit Phasern zum Rückzug gezwungen. Da die Enterprise nicht entkommen kann, entschließt sich Khan die notwendigen Reparaturen erst durchzuführen, um danach Kirks Schiff zu zerstören.

Der Enterprise gelingt es auf den Forschungsstation den ehemaligen Captain der Reliant Terrell und Chekov wieder zu finden, doch alle anderen Wissenschaftler wurden von Khan getötet. Es wird entdeckt, dass der Transporter immer noch aktiv ist und auf das Innere des Planeten, um welchen die Station kreist, gerichtet ist.
Kirk, McCoy, Lt. Saavik, die Vulkanierin, Terrell und Chekov nehmen das Risiko auf sich und beamen. Sie werden in einem Tunnel materialisiert. Kirk wird plötzlich von David Markus angegriffen. Das Erscheinen von Carol Markus kann die Situation entschärfen. Der Admiral erkennt schockiert, dass es sein Sohn war, der ihn gerade mit dem Messer bedroht hat.
Die beiden angeblich Geretteten Terrell und Chekov,stehen aber noch unter der Kontrolle Khans. Sie können das Genesis-Projektil zu Khan beamen, den Befehl Kirk zu töten können sie allerdings nicht befolgen. Terrell begeht lieber Selbstmord als die Qualen, verursacht durch die Verabreichung von kleinen Tieren in das Gehirn, zu ertragen. Chekov wird sofort bewusstlos und ein kleiner Wurm kriecht aus seinem Ohr.

Die Enterprise ist doch nicht so schwer beschädigt wie man Khan glauben lassen wollte. Nach dem heraufbeamen aller Menschen aus dem Planeteninneren, befiehlt Kirk in einen Nebel der Mutara-Klasse zu fliegen, da die Reliant trotzdem noch überlegen ist. Nach dem Ausfall aller Instrumente und Sensoren gelingt es Kirk, Khan durch ein geschicktes Manöver auszuschalten. In seinem fast völlig zerstörten Schiff kann er trotzdem noch das Genesis-Projektil zünden. Die Enterprise ist hilflos, da der Warpantrieb noch immer nicht funktioniert. Spock begibt sich daraufhin unbemerktin den Maschinenraum und überlistet dort McCoy, als dieser ihn aufhalten will. Unter Einsatz seines Lebens kann er den Hauptantrieb stabilisieren und die Enterprise kann entkommen.
Im Schatten von Spocks Tod entsteht neues Leben: Der Planet Genesis.

Kritik:
Das zweite Kinoabenteuer von Kirk (William Shatner) und seiner Crew ist natürlich eine sehr gelungene Fortsetzung mit einem großen Bezug auf die Serie. Der Charakter von Khan (Ricardo Montalban), dem genetisch aufgewerteten Supermenschen, erhält die Chance sich zu rächen. Bereits in der Episode "Der schlafende Tiger" konnte ein ebenbürtiger Antagonist für Kirk erstellt werden.
Der Kampf geht in eine zweite Runde. Doch Kirk begeht bereits zu Anfang Fehler, ausgelöst durch seine Unvorsichtigkeit. Nur durch den Einsatz seiner gesamten Crew, gelingt es ihm den alles außer acht lassenden und nach Rache strebenden Khan zu entkommen. Die Geschichte entwickelt sich während des gesamten Filmes fließend, sodass keine langweiligen Szenen vorkommen. Der Zuschauer ist auch durch die Spannung, wie der Rachefeldzug nun ausgehen wird, vor dem Bildschirm gefesselt. Die knapp 100 Minuten Film vergehen wie im Fluge.

Besonders sehenswert macht die Verpflichten von Montalban (Khan), demselben Schauspieler der diesen Charakter bereits einige Jahre zuvor verkörpert hatte. Sein Fortleben und das seiner Anhänger wird ebenso eindeutig beleuchtet wie die Gefühle und der Charakter Khans. Die Wiederkehrenden Motive innerhalb des Films, wie die aussichtlose Situation des "Kobashi Maru", verleiht dem Film eine ganz besondere Tiefe.
Doch leider kränkelt der Film an manchen Stellen. Die Specialeffects wurden teilweise Eins zu Eins aus dem ersten Kinofilm übernommen. Für mich ist es auch nicht nachzuvollziehen, wie man sich zufällig auf den falschen Planten beamen kann, wo auch noch zufällig ein gemeiner Bösewicht darauf wartet ein Schiff zu übernehmen.
Wer problemlos über diese Ungereimtheiten hinwegsehen kann, darf sich auf ein wahres Star Trek Vergnügen freuen. Ganz gewiss keine verschwendete Zeit.

(c) by Max Berger