Aufbruch ins Unbekannte

Originaltitel: Broken Bow
 
Staffel: 1
 
Note: 1
 
Kritik von: Dennis Heitbreder
 
 
 
 
 

Inhalt:
Nach jahrelanger Forschung steht das erste Warp 5-fähige Schiff der Sternenflotte vor seiner Vollendung: Die Enterprise NX-01.

Als dann jedoch ein kleines Schiff mit einem Klingonen an Bord in Broken Bow, Oklahoma abstürzt und dieser auf der Verfolgung durch anderen Außerirdische von einem Farmer angeschossen wird ändert sich die Geschichte der Menschen schlagartig.
Die Vulkanier, die seit dem ersten Kontakt mit den Menschen auf der Erde blieben, wollen nun den verletzten Klingonen in seine Heimat nach Qo'noS zurückbringen.
Captain Archer plant jedoch den Start der Enterprise vorzuziehen und den Verwundeten den Klingonen lebend zu übergeben und somit die erste Mission der Enterprise in die Tiefen des Alls aufzunehmen.

Doch schon nach kurzer Zeit kehren die mysteriösen Verfolger des Klingonen, die Suliban, zurück und entführen ihn.
Was sie allerdings von Klaang wollen und welche Rolle Archer noch im "Temporalen Kalten Krieg" spielen wird ist unklar...
 
Kritik:
"Broken Bow", so der Originaltitel, beginnt von Anfang an sehr rasant. Klingone auf Erde, irgendwelche Aliens rennen hinterher, Silo mit Aliens explodiert, Farmer erschießt Klingonen.
Als Zuschauer sitz man gespannt vor dem TV und wartet auf die große Auflösung, doch diese soll noch knapp 90 Minuten auf sich warten lassen. Im actiongeladenen Serienstart werden nicht nur die neuen Charaktere und ihr Schiff eingeführt, sondern auch schnell der "rote Faden" von Enterprise aufgezeigt - DER TEMPORALE KALTE KRIEG.

Mit dieser "Frischzellenkur" wird mal wieder eine andere Seite von Star Trek aufgezeigt. Auch die neue Crew macht ihre Sache gut. Die Schauspieler bringen ihre Rollen sehr gut rüber und man hat viel mehr als bei älteren ST-Serien das Gefühl sich mit den Charakteren identifizieren zu können. Es wirkt nicht mehr so steril wie bei z.B. TNG, die Crew spricht sich teilweise mit "du" an, reagiert oft mal empfindlicher und macht auch "menschliche" Fehler.

Aber kommen wir zurück zum Pilotfilm.
Sehr gut gefällt mir der Elan mit dem Archer und die Crew daran arbeiten den verletzten Klingonen entgegen den Empfehlungen des vulkanischen Oberkommandos nach Hause zu bringen. Selbst, als die Enterprise NX-01 von einer scheinbar höher entwickelten Rasse geentert wird und Klaang (so der Name des Klingonen) entführt wird.
Während der ganzen Folge bleibt es für den Zuschauer spannend, man fragt sich wer die Außerirdischen sind und was sie von Klaang wollen.

Alles in allem kann man sagen, dass "Aufbruch ins Unbekannte" viel mehr als nur ein weiterer Pilotfilm ist, viel eher ein kleiner Kinofilm mit einer neuen und spannenden Story. Man will unbedingt wissen wie es weiter geht und ich denke das ist es was eine neue Serie mit der Pilotfolge erreichen will.

Spannung: 4/5 | Erotik: 2/5 | Anspruch: 3/5 | Humor: 1/5 | Inhalt: 4/5