Freund oder Feind

Originaltitel: Fight or Flight
 
Staffel: 1
 
Note: 3-
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Crew entdeckt ein fremdes Schiff und versucht Kontakt aufzunehmen. Nachdem auch nach mehrmaligem Versuch keine Antwort eintrifft, jedoch schwache Biosignale von diesem Schiff kommen, entschließt sich Archer dazu sich die Sache einmal genauer anzusehen.
Als sie das Schiff durchsuchen, entdecken sie die Crew des Raumschiffes. Sie hängt kopfüber an der Decke und hydraulische Apparate saugen eine Flüssigkeit aus ihnen heraus. Das Außenteam verlässt das fremde Schiff und trifft sich zur Lagebesprechung. T'Pol ist dafür, dass Gebiet so schnell wie möglich zu verlassen, denn wer auch immer die außerirdsche Crew so zugerichtet hat, wird wiederkommen, um seine Beute (die herausgepumpte Flüssigkeit) abzuholen.
Trotz Archers moralischen Einwänden, man könne diese Wesen nicht einfach so hängen lassen, nimmt die Enterprise ihren ursprünglichen Kurs wieder auf. Nach wenigen Stunden Flugzeit entscheidet sich Archer jedoch dafür zurückzukehren.
Doktor Phlox untersucht einen der toten Aliens und stellt fest, dass die Flüssigkeit, die abgesaugt wird, interessante bioregenerative Eigenschaften besitzt. Plötzlich taucht ein fremdes Schiff auf und greift die Enterprise an. Die Fremden setzen den Warpantrieb außer Gefecht und scannen anschließend die Crew. Phlox stellt fest, dass die Angreifer höchstwahrscheinlich herausgefunden haben, dass der menschliche Körper einige "nützliche" Komponenten besitzt. Daraufhin beginnen die Fremden einen riesigen Bohrer auszufahren und versuchen so Zugang zum Schiff zu bekommen.

Da taucht ein weiteres Schiff auf. Der Captain dieses Schiffes, der zur selben Spezies gehört wie die toten Aliens, macht die Crew der Enterprise für die Leichen verantwortlich. Nachdem Hoshi ihm mehr oder weniger begreiflich machen kann, wer die wahren Täter sind, greift er jenes Schiff, an das die Enterprise anbohrt. Gemeinsam schaffen sie es, den Gegner zu vernichten.
Anschließend hilft die Crew den Axanar, so lautet der Name der Spezies, zu der auch der Captain des fremden Schiffes gehört, ihre Toten zu bergen und bringen in Erfahrung, dass diese Rasse die Fähigkeit besitzt über 400 Jahre alt zu werden.
 
Kritik:
Die erste reguläre Episode von Enterprise ist nicht gerade die Beste - leider. Sie ist, um es genauer zu sagen, ein zweischneidiges Schwert für mich. Einerseits glänzt sie durch den Umgang mit der neuen Technologie. Die teilweise vergeblichen Versuche das Torpedozielsystem zum Funktionieren zu bringen, zeigt wieder sehr deutlich, dass nicht immer alles so läuft, wie man es gerne hätte - und gerade kleinere technische Probleme rauben einem den letzten Nerv.

Andererseits besitzt die Geschichte um die toten Axanar ein Manko, dass mir sehr negativ aufstößt.
Ein scheinbar übermächtiger Gegner taucht auf und greift unser friedlich vor sich hin schwebendes Lieblingsraumschiff an. Die Crew kann sich kaum wehren und steht kurz vor der Vernichtung - und doch schafft sie es (natürlich im letzten Moment) den Feind zu besiegen. Ich hoffe, dass nicht jede Folge mit einer finalen Raumschlacht endet und plötzlich nur noch feindliche Rassen durchs All fliegen, die - Achtung Ironie - alle ausgelöscht werden müssen, weil sie so schrecklich böse sind.
Sicher, ab und zu kann natürlich so eine Schlacht stattfinden. Aber ich hoffe inständig, dass Enterprise nicht auch dem so genannten "Voyager-Prinzip" verfällt, unter dem die Serie besonders zum Schluss sehr zu leiden hatte.

Spannung: 1/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 1/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 2/5