Terra Nova

Originaltitel: Terra Nova
 
Staffel: 1
 
Note: 3
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise hat den Auftrag erhalten herauszufinden, was mit Terra Nova, einer alten Erdkolonie geschehen ist.
Vor 70 Jahren erreichte der letzte Funkspruch die Erde. Da es damals neun Jahre dauerte, ein Schiff zu dieser Kolonie zu schicken, verblieb ein Rätsel um Terra Nova. Wie Archer T'Pol erklärt, waren die Beziehungen zwischen der Erde und der Kolonie in den Jahren nach der Kolonisation nicht die Besten. Die Erde wollte noch mehr Schiffe hinschicken, aber die Kolonisten wollten lieber unter sich bleiben. Der Kommandant auf Terra Nova drohte sogar damit auf jedes Schiff zu feuern, dass sich dem Planeten nähert.

Nun ist die Enterprise eingetroffen und beginnt mit der Untersuchung der Überreste der Kolonie.
Als sie den Planeten untersucht, stellt T'Pol fest, dass eine erhöhte radioaktive Strahlung von der Oberfläche ausgeht, jedoch ist diese nicht tödlich.
Als Archer mit einem Außenteam zur Oberfläche fliegt, findet er nichts, was auf einen Verbleib der Siedler hindeuten könnte. Alles was noch von ehemals menschlichem Leben zeugt, sind alte Teile einer Stadt.
T'Pol bemerkt, dass man anhand des radioaktiven Zerfalls davon ausgehen kann, dass die Strahlung vor etwa 70 Jahren extrem tödlich gewesen war.
Währenddessen untersucht Reed die nähere Umgebung und bemerkt dabei eine Lebensform, die sich hinter Büschen versteckt hält. Als er ihr folgt, entdeckt er eine Höhle mit einem weit verzweigten Tunnelsystem.

Als Archer, T'Pol und Mayweather eintreffen, beschließen sie die Höhle genauer zu untersuchen. Während Mayweather und T'Pol am Eingang Wache halten, begibt sich der Rest des Teams hinein. Dort finden sie mehrere "Räume", unter anderem auch eine Art Speisekammer, in der sie mehrere Gegenstände aus der Kolonie entdecken.
Plötzlich werden Archer und Co. von den Lebensformen angegriffen. Leider ist das Höhlensystem so kompliziert, dass sich das Team auf der Flucht verläuft, doch mit T'Pols Sensordaten finden sie den richtigen Weg, Kurz vor dem Ausgang wird Reed von einer Kugel ins Bein getroffen und wird von den Wesen gefangen genommen.
Mit letzter Kraft kann sich der Rest des Außenteams in die Fähre retten. Travis befürchtet, dass die Aliens Malcolm töten könnten, doch T'Pol hat inzwischen festgestellt, dass es sich um Menschen handelt, die angegriffen haben.
Zurück auf der Enterprise entwickelt die Crew einen Rettungsplan für Lt. Reed. Archer kommt zu dem Entschluss, dass es am besten wäre, wenn nur er und Phlox zurück zum Planeten fliegen. Sie wollen versuchen mit den dortigen Menschen zu reden.
Der Plan geht auf und Phlox wird zu Reed gelassen, dem es den Umständen entsprechen gut geht. Inzwischen trifft Archer den Anführer der Gruppe, der ihm sofort vorwürft, man sei gekommen, um sie zu vernichten. Er befielt Archer Reed mitzunehmen und nie wieder zurück zu kehren.

Archer bringt in Erfahrung, dass die "Novaner", so nennen sich die Menschen dort, den Menschen den Vorwurf machen, sie hätten vor langer Zeit Giftregen auf die Kolonie geworfen um alle zu töten. Einzig die Kinder hatten überlebt und sich in den Untergrund gerettet. Als die Mutter des Anführers zusammenbricht, untersucht sie Phlox und stellt fest, dass die Lungenkrebs hat - eine Krankheit, die man laut Phlox sehr einfach behandeln kann. Archer bietet ihr an auf der Enterprise behandelt zu werden. Sie stimmt zu, doch muss Reed als Sicherheit zurück bleiben.
Nachdem die Krankheit geheilt wurde, zeigt Archer der Frau und ihrem Sohn ein paar Fotos aus der Zeit, als Terra Nova gerade neu besiedelt wurde. Er gibt ihr zu verstehen, dass das kleine Mädchen auf einem der Fotos sie sei. Außerdem nennt er den wahren Grund, was es mit dem "Giftregen" auf sich hatte. Ein Meteorit ist auf dem Planeten eingeschlagen und setzte die Strahlung frei. Leider hat sich diese Strahlung in den Pflanzen festgesetzt und jeder, der davon isst, wird auch krank. Die einzige Möglich die Bewohner zu retten, sei, sie auf die Südhälfte des Planeten zu bringen. Dort gäbe es keine Strahlung. Natürlich glauben sie Archer nicht und wollen zurück zum Planeten.

Als die Fähre erneut zum Landen ansetzt, bricht der Boden weg und es fällt acht Meter in die Tiefe. Die Besatzung der Fähre ist nicht verletzt, doch wurde durch den Erdrutsch ein Novaner, der sich gerade an einer unterirdischen Wasserstelle befand, eingeklemmt. Mit vereinten Kräften schaffen es Archer und der Anführer ihn zu befreien.
Das neu gewonne Vertrauen trägt Früchte und die Novaner gehen auf den Vorschlag ein, sich zur südlichen Hemisphäre des Planeten bringen zu lassen, wo sie friedlich und gefahrlos leben können.
 
Kritik:
"Terra Nova" beschäftigt sich hauptsächlich mit der Frage, ob ein Mensch, egal wo und wie er gelebt hat, ein Recht darauf hat normal zu leben. Dabei ergibt sich jedoch die Frage, was normal ist. Während Archer anfänglich glaubt, es sei ihr gutes Recht lesen und schreiben zu lernen, an der Oberfläche zu leben und all die Dinge zu tun, die für ihn selbstverständlich sind, entgegnet T'Pol, dass man einem Menschen nicht eine gewisse Lebensweise aufzwingen kann.
Dieser Konflikt wird im Dialog zwischen den beiden zwar angesprochen, kommt aber in der gesamten Folge viel zu kurz. Ein paar Zeilen über einen moralischen Konflikt zu äußern reichen eben nicht aus, um alles philosophisch zu machen.

Wie schon in "Geistergeschichten" hat mir in der Episode gefallen, dass die Außenaufnahmen wieder in freier Natur gedreht wurden. Der Qualitätsunterschied zu Studioaufnahmen, die eine offene Landschaft symbolisieren sollten, fällt sofort ins Auge. Die Abschlußszene am Esstisch enthält noch eine kleine Anspielung auf die Voyager-Folge "Die 37er", als Travis erwähnt, dass man nie herausgefunden hat, was mit Amilia Earhart passiert ist - nun, wir wissen es ;) .

"Terra Nova" ist eine Ensemble-Folge, in der jeder Charakter - bis auf Hoshi - seine Momente hat. Eine "must-see"-Geschichte ist sie jedoch nicht - eher leichte Unterhaltung für den Abend.

Spannung: 2/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 3/5