Schlafende Hunde

Originaltitel: Sleeping Dogs
 
Staffel: 1
 
Note: 3
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Als die Enterprise einen Gasriesen der Klasse 9 untersucht, entdeckt sie ein fremdes Schiff, das sich in der oberen Atmosphäre des Planeten befindet. Da sie nicht auf Rufe antworten, entsendet Archer ein Außenteam bestehend aus Hoshi, Reed und T'Pol. Noch während des Fluges zu diesem Schiff, stellt T'Pol fest, dass dieses von der Gravitation des Planeten immer tiefer gezogen wird. Die Hülle kann diesem Druck aber nicht ewig standhalten. Der Wissenschaftsoffizier gibt dem Schiff höchsten noch eine Stunde, bis es zusammengedrückt wird.
Als das Außenteam an Bord des Schiffes geht, findet Hoshi schnell heraus, dass es sich um einen klingonischen Kreuzer handelt. Mit äußerster Vorsicht begibt sich das Team tiefer ins Innere des Schiffes.

Auf der Brücke angekommen, stellen sie fest, dass alle dort befindlichen Klingonen bewusstlos sind. T'Pol schlägt vor, dass Schiff so schnell wie möglich zu verlassen, bevor die Crew wieder erwacht. Reed argumentiert aber, dass man diese Leute doch nicht einfach sterben lassen kann, wenn der Schiff vom Außendruck zermalmt wird.
Da in dieser Frage keine Einigung erzielt werden kann, ruft das Außenteam die Enterprise. Archer entscheidet, dass T'Pol, Reed und Hoshi 20 Minuten haben, um der Crew zu helfen. Wenn dann nichts erreicht wurde, sollen sie zur Enterprise zurückkehren. Plötzlich wird Reed durch ein Geräusch aufgeschreckt. Als er der Quelle nachgeht, wird er von einer Klingonin angegriffen und bewusstlos geschlagen. Als T'Pol und Hoshi zu Hilfe eilen, bemerken sie, dass der Angreifer die Fähre gestohlen hat.
Als die Klingonin die Atmosphäre des Planeten verlassen hat, sendet sie ein Signal an alle klingonischen Schiffe in der Nähe, die die Enterprise abfangen sollen. Mit Hilfe des "Greifers" kann die Fähre eingefangen und an Bord gezogen werden. Nach einem kurzen Gefecht im Hangar, wird die Klingonin betäubt und auf die Krankenstation gebracht. Als Archer eine Fähre nehmen will, um das Außenteam zurückzuholen, rät ihm Travis davon ab, da das klingonische Schiff inzwischen soweit gesunken ist, dass eine Fähre den Druck nicht mehr aushalten würde. Archer befielt daraufhin, die Enterprise in Atmosphäre zu fliegen.

Mittlerweile sucht das zurückgelassene Außenteam einen Weg aus der Misere. Laut T'Pol könnte man versuchen, den Antrieb des Schiffes zu starten und es in eine stabile Umlaufbahn bringen. Doch bevor man dies tun kann, müssen erst einmal die verschiedenen Konsolen auf der Brücke von Hoshi übersetzt werden.
Nach kurzen Suchen findet Hoshi etwas, das für die Steuerung von Impulstriebwerken zuständig zu sein scheint. Als sie versuchen die Triebwerke zu starten, stellt sich heraus, dass diese defekt sind - also muss sich das Außenteam etwas Neues einfallen lassen. Just in diesem Moment nähert sich die Enterprise dem klingonischen Schiff. Als aber die Hüllenpanzerung ausfällt und das Druckmaximum erreicht wird, muss Archer seinen Plan fallen lassen, mit der Enterprise anzudocken.

Der Captain entschließt sich dazu die Klingonin auf der Krankenstation zu besuchen und sie zu überreden dem Außenteam zu helfen.
Selbstverständlich erweist sich das schwieriger als gedacht. Die "Patientin" glaubt, dass Archer die klingonische Crew vergiftet hat, doch der Doktor hat bald die wahre Ursache gefunden. Ein Neurotoxin im Blutkreislauf der Klingonen hat sie bewusstlos werden lassen. Nach einiger Zeit erzählt die Klingonin, dass sie vor einiger Zeit einen Außenposten der Xarantiner angriffen und Vorräte erbeuteten. Phlox schließt daraus, dass etwas mit diesen Vorräten nicht in Ordnung war.

Auf dem klingonischen Schiff hat das Außenteam inzwischen herausgefunden, dass der Backbord Fusionsreaktor des Impulsantriebes beschädigt ist, und das Schiff deshalb nicht auf Impuls gehen kann. Nachdem man den Maschinenraum gefunden hat, machen sich Hoshi, Reed und T'Pol daran diesen Reaktor zu reparieren.
Inzwischen versucht sich Captain Archer in die Mentalität der Klingonen hineinzuversetzen um den "Gast" an Bord davon zu überzeugen, dass das Außenteam gerettet werden muss. Zum großen Erstaunen aller Beteiligten gelingt es ihm tatsächlich.
Nachdem Trip eine Fähre mit einer verstärkten Außenhülle versehen hat, begibt sich Archer erneut, diesmal in Begleitung der Klingonin, zu dem Kreuzer. Als sie an Bord sind, schaffen sie es, das Schiff in eine stabile Umlaufbahn zu bringen und damit vor der Vernichtung zu bewahren.
Nachdem das Außenteam wieder an Bord und der Captain des klingonischen Schiffes wieder erwacht ist, hat dieser selbstverständlich nichts Besseres vor, als der Enterprise zu befehlen, sich zu ergeben. Nachdem Archer den Klingonen aber freundlich darauf hingewiesen hat, dass sein Schiff keine Sekunde gegen die Enterprise bestehen würde, zieht er sich, wenn auch wütend, zurück.
Nach dieser anstrengenden Außenmission gönnen sich Hoshi, Reed und T'Pol erstmal ruhige Stunden in der Dekonterminationskammer, bevor sie der Stress des Alltags wieder einholt.
 
Kritik:
Einem klingonischen Schiff in Not zu helfen, ist, vom menschlichen Standpunkt aus gesehen, eine noble Idee. Einzig T'Pol ist es, die bis zum jetzigen Zeitpunkt die Kultur dieser Kriegerrasse einigermaßen zu kennen scheint. Während Reed und Hoshi unbedingt helfen wollen, weiß T'Pol, dass Klingonen die Hilfe nicht schätzen.
Wenn ich mich festlegen sollte, um welche Person sich diese Geschichte hauptsächlich dreht, fällt eine derartige Bestimmung schwer. "Schlafende Hunde" ist eine Ensemble-Episode, die sich um das Außenteam als Gruppe dreht. Zeit für persönliche Einblicke ist nur spärlich vorhanden.

Wie bereits gesagt, macht diese Folge deutlich, dass die Menschen noch kein Verständnis für die Ethik der Klingonen aufweißen. Dies illustriert sehr anschaulich, dass es noch einiges im Bezug auf andere Kulturen zu lernen gibt.
Ansonsten ist diese Episode nichts Besonderes. Sie kann zwar für einen unterhaltsamen Abend sorgen, aber in der Gesamtwertung fällt sie nur durchschnittlich aus.

Spannung: 2/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 1/5 | Inhalt: 2/5