Verschmelzung

Originaltitel: Fusion
 
Staffel: 1
 
Note: 2-
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise befindet sich auf dem Flug zum Arachnid-Nebel, als plötzlich ein altes vulkanisches Schiff auftaucht und die Grußfrequenzen öffnet. Im darauf folgenden Gespräch zwischen Captain Tavin und Archer bittet der Vulkanier um Hilfe bei den Reparaturen an seinem Schiff. Schon hier bemerkt Archer, dass es sich nicht um gewöhnliche Vulkanier handelt.
Als Captain Archer seinen vulkanischen Kollegen zum Essen einlädt, stellt sich auch schnell heraus, was diese Vulkanier von den Anderen unterscheidet. Sie haben sich dazu entschlossen, nicht den antiken Lehren Suraks zu folgen, sondern ihre Gefühle und ihre Logik miteinander zu vereinen. Von den anderen Vulkaniern werden sie deshalb nur "V'tosh ka'tur" (Vulkanier ohne Logik) genannt werden.

Im Maschinenraum beschäftigt sich Tucker in der Zwischenzeit mit den Reparaturen am vulkanischen Schiff und muss gleichzeitig einige Gerüchte unter den Insassen des reparaturbedürftigen Schiffes aus der Welt schaffen. So glaubt Kov - der Chefingenieur - dass sich Menschen mit jeder Frau paaren, die ihnen über den Weg läuft, sie sechs Mahlzeiten am Tag essen und mehr als die Hälfte des Tages schlafen. Damit Kov noch mehr über die Menschen erfahren kann, lädt ihn Trip für später zu essen ein, was dieser dankend annimmt.

Derweilen versucht Archer T'Pol davon zu überzeugen, dass sie Zeit mit den Gästen verbringen solle, um mehr über Gefühle zu erfahren. Die Wissenschaftsoffizierin ist davon überhaupt nicht begeistert und gibt Archer den Hinweis, dass schon früher Vulkanier versucht haben, ihre Gefühle mit ihrer Logik zu vereinen. Doch diese sind alle gescheitert. Zwar hört sich Archer diese Warnung an, schenkt ihr aber weiter keine Beachtung. Am späten Abend befindet sich T'Pol noch in der Kantine und studiert Daten, als Tolaris - einer der vulkanischen Gäste - auftaucht und anfängt sich mit ihr zu unterhalten. Seiner Meinung nach, hat T'Pol ein falsches Bild von ihnen hat. Doch T'Pol lässt sich nicht wirklich überzeugen und führt erneut auf, dass alle Vulkanier, die versucht haben, ihre Emotionen zu integrieren gescheitert sind. Zwar mein Tolaris, dass das nur 5000 Jahre alte Propaganda sei. Noch immer ist die Vulkanierin nicht überzeugt und verlässt die Kantine.

Am nächsten Tag erreichen die Enterprise und das vulkanische Schiff des Arachnid-Nebel. Archer würde den Nebel gerne kartographieren, doch würde dies mehrere Wochen dauern. Captain Tavin bietet sich an bei der Untersuchung zu helfen. Archer ist erfreut über dieses Angebot und bittet T'Pol mit auf das andere Schiff zu gehen, um die Daten zu überwachen. An Bord des vulkanischen Schiffes verwickelt Tolaris T'Pol erneut in ein Gespräch und überredet sie dazu am kommenden Abend nicht zu meditieren, um zu sehen, was passiert. Auf der Enterprise bekommt Archer in der Zwischenzeit eine Nachricht von Admiral Forrest. Wie sich herausstellt, ist Kov ist der Sohn eines Ministers des vulkanischen Oberkommandos. Vor etwa 10 Jahren haben sich die beiden zerstritten und nicht mehr miteinander gesprochen, doch nun liegt der Vater im Sterben und möchte noch einmal mit seinem Sohn reden. Forrest bittet Archer nun, diese Nachricht weiterzuleiten.
Derweilen verzichtet T'Pol auf ihre allabendliche Meditation und hat Visionen von einer Liebesnacht mit Tolaris. Da sie diese Bilder sehr geschockt haben, beschließt sie den Doktor aufzusuchen. Diesem erklärt sie nach einer Weile, was sie getan hat. Phlox meint, es wäre sicher keine schlechte Erfahrung, dieses Experiment weiter zu betreiben und gibt T'Pol den Hinweis, dass sie die Sache langsam angehen soll.
Am nächsten Morgen interessiert sich Tolaris für T'Pols Erfahrungen der letzten Nacht. Schnell stellt sich heraus, dass sie tatsächlich für einen kurzen Moment Emotionen empfunden hat. Tolaris ermutigt sie weiterzumachen, um noch mehr zu erleben.
Derweilen soll Tucker versuchen Kov zu überreden, mit seinem Vater zu sprechen, da Archer kein Erfolg hatte.

Am Abend kommt Tolaris in das Quartier von T'Pol und möchte sie mit etwas vertraut machen, dass helfen soll, die Emotionen zu befreien - die Gedankenverschmelzung. Tolaris erklärt ihr, dass diese Technik vor Jahrhunderten verbannt worden ist, doch hätten er und seine Gefährten einen Weg gefunden, sie für ihre Zwecke zu nutzen.
Er beginnt die Prozedur und teilt seine Gedanken mit T'Pol. Doch er beginnt immer tiefer in ihre Gedanken einzudringen. Das ganze endet fast in einer Art geistiger Vergewaltigung. Gerade noch rechtzeitig kann sie sich von Tolaris befreien.

Kurz darauf bestellt Archer Tolaris in seinen Bereitschaftsraum und stellt ihn zur Rede, was er mit T'Pol vorgehabt habe. Tolaris wird wütend und schleudert Archer durch den Raum. Dieser zieht eine Phaserpistole und Tolaris wird klar, dass der Captain das geplant hatte, um ein Geständnis zu bekommen.
Tucker hat es inzwischen geschafft Kov davon zu überzeugen, mit seinem Vater zu sprechen und die beiden versöhnen sich wieder. Die Freude ist groß, als der Vulkanier auch noch erfährt, dass sich der Zustand seines Vaters erheblich gebessert hat. Mit einem guten Gefühl, jemandem geholfen zu haben, verabschiedet sich Trip von Kov. Derweilen beginnt Archer zu verstehen, warum T'Pol jeden Abend meditiert und verlässt ihr Quartier.
 
Kritik:
Zu aller erst sieht diese Folge nach einer einfachen Geschichte, aus nichts weiter kann, als den Zuschauer für 45 Min. einigermaßen zu unterhalten. Aber bald schon ist klar, dass es hier um mehr geht. Bisher kannten wir die Vulkanier als eine Spezies der vollkommenen Logik. Wer hätte gedacht, dass es auch bei ihnen Personen gibt, die sich nicht mit den antiken Lehren einverstanden erklären. Selbst die Gedankenverschmelzung ist den "Standard-Vulkaniern" nicht bekannt. Ich hoffe, dass in Zukunft noch erklärt wird, wie und warum diese Verschmelzung wieder ihren Weg in die Kultur fand, denn schon 100 Jahre später scheint es völlig normal zu sein, sie zu benutzen.

Der Charakter von T'Pol muss sich in "Verschmelzung" nun dieser Gruppe von Vulkaniern stellen, die ziemlich genau das Gegenteil von dem repräsentieren, wofür sie sich verpflichtet hat - der absoluten Einhaltung der Logik. Dies erzeugt einen interessanten Konflikt, der mit dem Ende dieser Episode noch nicht abgeschlossen ist. Ich bin sicher, wir werden früher oder später wieder von dieser Gruppe von Vulkaniern hören.
Am meisten hat mich an dieser Episode die Traumsequenzen von T'Pol gestört. Nicht, dass diese nicht nötig gewesen wären, aber die Musik im Hintergrund ging mir persönlich einfach auf die Nerven.

Spannung: 2/5 | Erotik: 1/5 | Anspruch: 3/5 | Humor: 2/5 | Inhalt: 3/5