Gesetze der Jagd

Originaltitel: Rogue Planet
 
Staffel: 1
 
Note: 2
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise entdeckt einen Planeten, der sich aus seinem System gelöst hat, und nun im All treibt. Da die Wärme, die der Planet abstrahlt ungewöhnlich stark ist, konnte sich dort Leben ohne die Hilfe einer Sonne entwickeln. Archer beschließt diesen Planeten zu untersuchen und nimmt dazu Hoshi, T'Pol und Malcolm mit. Nachdem sie gelandet sind, macht das Außenteam nach kurzer Zeit Bekanntschaft mit einem Team außerirdischer Jäger. Deren Spezies besucht schon seit neun Generationen den Planeten, um die dortigen niederen Lebensformen zu jagen. Malcolm ist neugierig auf die Jagdtaktiken der Fremden und beschließt sich einer der nächsten "Ausflüge" anzuschließen. Als Malcolm mit Hoshi zum Schiff zurückkehrt, um die Ausrüstung zu holen, glaubt Archer eine Frau zu sehen, die ihm bekannt vorkommt.
Als er T'Pol davon erzählt, glaubt sie ihm nicht, da die Sensoren keine humanoiden Lebenszeichen geortet haben.

Kurze Zeit später, begegnet Archer der Frau erneut. Sie bittet ihn um seine Hilfe. Bevor sie ihm jedoch erklären kann wobei, tauchen die Jäger auf und die Frau verschwindet. Inzwischen hat sich Malcolm einem Trupp der Jäger angeschlossen und wird Zeuge eines Angriffes der vermeintlichen Beute auf den Trupp. Dabei wird einer der Jäger verletzt und zur Behandlung auf die Enterprise gebracht. Dort stellt Phlox fest, dass der Angreifer Zellreste hinterlassen hat, die anfangen zu mutieren. Schnell steht fest, dass es sich nicht um niedere Lebensformen handeln kann.
Mittlerweile, begegnet Archer der Frau ein drittes Mal. Dieses Mal kann sie ihm erklären, dass es sich bei ihrer Spezies um eine auf dem Planeten ansässige Art handelt, die ihre Form verändern kann. Da sie die Fähigkeit besitzen die Gedanken anderer zu lesen, war es der Frau möglich, die humanoide Form anzunehmen und die Gedanken Archers so zu beeinflussen, das er glaubt, die Person vor ihm würde er kennen. Ferner erfährt er von dem Wesen, dass die Jäger spezielle Sensoren haben, die den Stoff registrieren, der von den Wesen ausgestoßen wird, wenn sie Angst haben. So sind sie den Fremden hilflos ausgeliefert. Archer verspricht zu helfen, die Jagd auf intelligente Wesen zu beenden und kehrt in das Lager zurück, ohne den Jägern von seiner Begegnung zu erzählen.

Zurück auf dem Schiff, bittet der Captain den Doktor, dass dieser ein Mittel entwickelt, dass den Stoff, der von den Jägern entdeckt werden kann, maskiert. Tatsächlich gelingt es Phlox ein solches Mittel herzustellen. Archer überlässt es den fremden Wesen und die Jäger geben die Jagd nach erfolglosem Suchen auf. Das Wesen, das Archer um Hilfe bat, dankt ihm, verwandelt sich in seine natürliche Schneckenform und verschwindet im Dickicht des Dschungels.
 
Kritik:
"Gesetze der Jagd" nimmt sich ein Thema zu herzen, dass in der heutigen Gesellschaft leider immer weniger Beachtung findet. Kaum ein Mensch realisiert noch, dass viele Arten auf unserem Planeten kurz vor der Ausrottung stehen. Diese Folge macht deutlich, dass es uns nicht egal sein sollte, was mit diesen Tieren geschieht. Nicht, weil es ihr Planet ist, auf dem wir nur die Eindringlinge sind, aber, weil wir uns bewusst werden müssen, dass jedes Lebewesen Gefühle hat. Wie würden wir uns denn fühlen, wenn man uns wegen unserer Haut jagen würde?
Diese Hinweiße auf aktuelle Probleme haben Star Trek schon seit jeher ausgemacht und es freut mich, dass es doch noch Personen gibt, die den Mut haben, solch eine Thematik mit einer Sci-Fi-Serie zu verbinden.

Die Art und Weise, wie Archer mit der Situation ist recht glaubwürdig umgesetzt. Die Kamerafahrten durch den Dschungel, sind gut in Szene gesetzt und lassen das Studio-Gestrüpp realistischer aussehen. Die Geschichte ist relativ flüssig erzählt, auch wenn es an der einen oder anderen Stelle mal zu kleinen Durchhängern kommt, in denen man sich wünschen würde, dass die Geschichte etwas schneller vorankommt.
"Gesetze der Jagd" gehört mit zu den Folgen, die man als Spiegel der heutigen Welt betrachten kann. Ich hoffe nur, dass wir so etwas lernen können.

Spannung: 3/5 | Erotik: 1/5 | Anspruch: 4/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 3/5