Vox Sola

Originaltitel: Vox Sola
 
Staffel: 1
 
Note: 3
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise heißt Delegierte der Kreetassen willkommen. Da Hoshi deren Sprache noch nicht so richtig versteht, entsteht ein Kommunikationsproblem und ehe sich die Gastgeber versehen, verlassen die Besucher beleidigt das Schiff.
Während das Schiff der Kreetassen im Begriff ist, von der Enterprise abzukoppeln, schleicht sich unbemerkt eine gallertartige Lebensform auf das Sternenflottenschiff. Archer ist in der Zwischenzeit ziemlich sauer, da der Erstkontakt so schlecht verlief. Zum Trost schaut Trip zusammen mit ihm das Wasserballspiel Kalifornien gegen Texas.

Plötzlich erhält der Captain einen panischen Ruf von Crewman Kelly, die in Frachtrampe Zwei eine seltsame Lebensform geortet hat, welche Crewman Rostov gefangen hat. Sofort machen sich Reed, Archer, Trip und weitere Sicherheitsoffiziere auf den Weg dorthin. Doch bevor sich das Rettungsteam versieht, wird es auch - bis auf Reed, der sich retten kann - von den Tentakeln der Lebensform erfasst und in ein schleimiges Netz eingesponnen.
Auf der Brücke analysieren Reed, Mayweather und T'Pol die Situation. Travis vermutet, dass die Lebensform vom Schiff der Kreetassen gekommen ist. Malcolm vermutet dahinter sofort eine Art Angriff, um sich für die Beleidigung zu rächen, doch T'Pol ist da anderer Meinung. Der Doktor wird damit beauftragt einen abgetrennten Teil der Lebensform zu untersuchen, während Mayweather nach dem Schiff der Kreetassen scannen soll.
Bei der Untersuchung der Lebensform stellt sich heraus, dass der abgetrennte Teil auch alleine lebensfähig ist und ein sehr kompliziertes Nervensystem besitzt. Daraus schlussfolgert Phlox, dass es sich um eine intelligente Lebensform zu handeln scheint. Hoshi würde gerne versuchen, mit der Lebensform zu kommunizieren, während T'Pol dafür ist, es zu betäuben und die gefangenen Crewmitglieder zu befreien. Doch als dieser Vorschlag in die Tat umgesetzt wird, stellt sich heraus, dass, sobald die Lebensform der EM-Strahlung ausgesetzt ist, auch die Lebenszeichen der Gefangenen schwächer werden. Die Befreiungsaktion muss abgebrochen werden. Wie sich herausstellt, hat die Lebensform ihr Nervensystem mit dem von Archer und der anderen verbunden.

In der Zwischenzeit hat Travis das Schiff der Kreetassen gefunden. Zur großen Überraschung des Steuermanns sprechen diese plötzlich seine Sprache. Offensichtlich ist unsere Sprache nicht schwer zu lernen und das Taten die Kreetassen dann auch.
Da sich diese aber immer noch beleidigt fühlen, bittet Travis um Erklärung, was man falsch gemacht habe. Ihm wird erklärt, dass die Kreetassen in der Öffentlichkeit nicht essen und deshalb vom Verhalten der Menschen angewidert waren. Nachdem sich Mayweather im Namen der gesamten Crew entschuldigt hat, übermitteln die Kreetassen der Enterprise Koordinaten der Heimatwelt der fremden Lebensform.
Nun versucht Hoshi mit dem Gebilde im Frachtraum zu kommunizieren. Da die Gefahr eines Angriffs immer noch sehr hoch ist, muss Reed ein Kraftfeld zwischen ihr und dem Wesen aufbauen. Der Versuch gelingt und die Lebensform lässt seine Gefangenen gehen, nachdem Hoshi ihm versprochen hat, es nach Hause zurück zu bringen.

Auf der fremden Welt angekommen, die komplett von diesem fremden Wesen bedeckt ist, lässt die Crew die kleineren Teile dieser Lebensform frei. Es verbindet sich wieder mit den Teilen, die bereits auf dem Planeten sind und die Mannschaft der Enterprise verlässt das Szenario.
 
Kritik:
Ich denke, die Hauptbotschaft dieser Folge liegt darin, eine Lebensform nicht nach ihrem Erscheinungsbild zu beurteilen. Wer hätte gedacht, dass etwas so Seltsames, wie ein riesiges schleimiges Netz eine intelligente Lebensform sein kann.
Ein weiteres Mal wird uns auch bewusst, wie gut es die zukünftigen Captains der Sternenflotte haben, indem sie einen sofort funktionierenden Universalübersetzer zur Hand haben. Zwar sind auch dann diplomatische Zwischenfälle nicht auszuschließen, aber ich denke, es würde Hoshis Job wesentlich leichter machen.

"Vox Sola" macht besonders durch eine Premiere auf sich aufmerksam. Das erste stabile Kraftfeld in der Geschichte der Menschheit wird, nach einigen Schwierigkeiten natürlich, aufgebaut - auch hier kann man wieder sagen: Diejenigen, die 200 Jahre später leben, haben es wirklich gut. Nie musste ein Geordie LaForge oder ein Miles O'Brien mit Kraftfeldern kämpfen, die nicht so richtig funktionieren wollten. Es lebe der Fortschritt. Ansonsten bietet "Vox Sola" eigentlich keine Aspekte, die äußerst Interessant wären. Eine Folge, die man auch sehen kann, wenn man die Hintergrundgeschichte von Enterprise oder gar Star Trek nicht kennt. Eine nette Unterhaltung für den Abend eben. Nicht mehr und nicht weniger.

Spannung: 2/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 2/5