Die Schockwelle, Teil 2

Originaltitel: Shockwave, Part 2
 
Staffel: 2
 
Note: 2
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Nachdem Archer spurlos verschwunden ist, droht Silik damit, die Enterprise zu zerstören. T'Pol kann ihn im letzten Moment davon überzeugen, an Bord zu kommen und selber nachzusehen.
Die Suliban sind tatsächlich davon überzeugt, dass Archer nicht mehr an Bord ist, als sie eine temporale Signatur in dem Turboblift finden, mit dem Archer zur Luftschleuse wollte.

Der Captain befindet sich in der Zwischenzeit einem apokalyptischen 31. Jh. Es sieht so aus, als wäre die Erde vor Jahrhunderten angegriffen worden. Archer beginnt Daniels Fragen zu stellen. Wie kommt es das Daniels noch existiert, obwohl sonst niemand mehr da ist? Warum ist Archer so wichtig? Doch Daniels möchte nicht so richtig mit der Sprache rausrücken. Die Situation verschärft sich noch, als er feststellt, dass das Monument, das die Föderation ehren soll, nicht existiert. Es wurde offenbar nie gebaut. Archer und seine Begleitung machen sich auf den Weg zu einer Bibliothek und hoffen, dort einige Antworten zu finden.
Während sie die Bücher nach Hinweisen durchsuchen, stößt Archer auf ein Werk mit dem Titel "Das Romulanische Sternenimperium". Als er im Begriff ist, es aufzuschlagen, rät ihm Daniels jedoch davon ab. Dieser hat derweilen eine Vorstellung davon, was schief gelaufen ist und kommt zu dem Schluss, dass es nur eine Möglichkeit gibt, die Zeitlinie wieder herzustellen: Er muss Archer zurück ins 22. Jh. bringen. Er hat auch schon eine Idee, wie er das tun kann. Mit Hilfe von Archers Kommunikator und dessen Scanner, beginnt Daniels an einer Lösung des Problems zu arbeiten.

Im 22. Jh. lässt Silik die Enterprise derweilen zu einer Helix schleppen, sperrt die Crewmitglieder in ihre Quartiere und beginnt damit T'Pol zu verhören. Dabei kommt auch eine Art Wahrheitsserum zum Einsatz, dass der Vulkanierin körperlich schwer zusetzt. Tucker hat es geschafft einen Weg zu finden, mit den Crewmitgliedern auf Deck B zu kommunizieren, ohne dass es die Suliban bemerken. Mit Hilfe von Malcolm beginnt er, an einem Plan zu arbeiten, die Enterprise zu befreien.
T'Pol wird zurück in ihr Quartier gebracht. Sie ist vollkommen verstört und bleibt apathisch auf dem Bett liegen, als plötzlich eine schwache Projektion von Archers Kopf in der Luft erscheint. Er beginnt mit der Vulkanierin zu reden und gibt ihr Anweisungen für seine Rettung aus der Zukunft.

Trip kann nun inzwischen mit allen Decks kommunizieren. Durch die Hilfe T'Pols weiß man, was man tun muss, um den Captain zu retten.
Hoshi muss dafür zunächst aber durch enge Schächte kriechen, die von den Suliban nicht überwacht werden. Von Phlox bekommt sie ein Betäubungsmittel, das später zum Einsatz kommen wird. Kurz darauf landet sie vor der Tür von Lt. Reed und kann sie öffnen. Dieser kann nun andere Crewmitglieder befreien und sich seinen Weg zum ehemaligen Quartier von Daniels bahnen. Dort nimmt er ein Gerät, dass in einem Schrank versteckt wurde und - wird gefangen genommen.
T'Pol und Trip sind etwas erfolgreicher und schaffen es den Maschinenraum zu übernehmen. Silik hat in der Zwischenzeit das Gerät erhalten, dass Malcolm aus dem Wandschrank besorgt hat. Da der Suliban seinen Kontakt zu dem mysteriösen "Future Guy" verloren hat, versucht er das Gerät zu benutzen, um erneut mit ihm reden zu können. Er scheint Erfolg zu haben und eine schemenhafte Gestalt erscheint, doch mit einem Mal springt diese Gestalt aus dem Lichtkegel heraus - es ist Archer. Er schlägt Silik nieder und begibt sich mit seiner Geisel zu einem der angedockten Schiffe.

Auf der Enterprise läuten derweilen alle Alarmglocken. Ein scheinbar instabiler Antimateriestrom ist im Begriff, das Schiff zu zerstören. Die Suliban schleppen es in den offenen Raum. Doch kurz nachdem die Schiffe wieder zur Helix zurückgekehrt sind, stabilisiert sich der Antimateriestrom und die Enterprise kann fliehen.
Kurz darauf trifft sie auch auf Archer, der mit Silik an Bord, die Helix ebenfalls verlassen hat. Der Captain kehrt auf sein Schiff zurück und lässt den Suliban laufen.

Das Sternenflottenkommando ist äußerst beeindruckt von den gesammelten Daten und ist überzeugt, dass Archer nicht für die Zerstörung der Kolonie der Paraaganer verantwortlich ist. Nur die Vulkanier sind noch nicht ganz sicher, ob sie den Menschen erlauben sollen, die Mission der Enterprise fortzuführen. Nur durch T'Pols beherztes Eingreifen gelingt es schließlich, die Vulkanier zu überzeugen. Damit geht die Mission der Enterprise in ihr zweites Jahr, um dorthin zu fliegen, wo noch nie ein Mensch zuvor gewesen ist.
 
Kritik:
Wow, was für ein Auftakt. Eine heikle Situation jagt die Andere. Obwohl die Situation am Anfang so ausweglos schien, haben es unsere Helden wieder einmal geschafft - gut, es war klar, dass sie das tun würden. Die Autoren haben die Story von "Die Schockwelle, Teil 1" konsequent fortgeführt, auch, wenn sie an die Spannung des Vorgängers nicht anknüpfen können. Dennoch wird eine Geschichte präsentiert, die sich fantastisch ist das restliche Star Trek-Universum einfügt. Das liegt sicher auch an den Hinweisen auf die Zukunft, die durch das Monument der Föderation, sowie das Buch über die Romulaner, verdeutlicht werden. Bei Zeitreisen ergeben sie ja trotzdem immer ein paar Probleme, die man einfach nicht erklären kann.
Warum existiert Daniels noch, wenn der Rest der Zukunft ausgelöscht wurde? Warum existieren Daniels Geräte in der Vergangenheit noch, wenn alles zerstört ist? Die Fragen ließen sich jetzt noch beliebig fortführen. Aber Zeitreisen bereiten ja so manchen Menschen Kopfschmerzen und ich denke, für den Moment, sind diese Ungereimtheiten eher unwichtig.

Auch eine Veränderung in dem Charakter von T'Pol kann man in dieser Episode bemerken. Die kühle Vulkanierin, die den Posten auf der Enterprise anfangs nur widerwillig annahm, hat sich zu einer Person gewandelt, die sich für die Menschen und ihre Sache einsetzt.

Auf ein paar Dinge hätte man in dieser Folge trotzdem locker verzichten können. Angefangen damit, dass Daniels behauptet, man musste eine Art Zeitmaschine in der High School bauen. Ich dachte die Zeitlinie dürfe nicht leichtsinnig manipuliert werden - aber wenn Schüler das schon dürfen...
Außerdem war diese Szene, in der Hoshi mit ihrem Hemd an einem Haken hängen bleibt und Oben ohne vor Reeds Tür steht überflüssig. Betrachtet man die ernste Lage, in der sich die Enterprise befindet, ist das wirklich lächerlich. Die Spannung soll ja auch im Zuschauer ansteigen und nicht durch eine Pseudo-Humoristische Situation aus den Fugen gebracht werden.

Trotz dieser kleinen Mankos ist "Die Schockwelle, Teil 2" auf jedenfall sehenswert und macht Lust auf die kommende zweite Staffel von Enterprise.

Spannung: 3/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 3/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 3/5