Carbon Creek

Originaltitel: Carbon Creek
 
Staffel: 2
 
Note: 3
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Vor genau einem Jahr, wurde T'Pol der Enterprise zugeteilt. Das muss natürlich gefeiert werden und so steht Abends ein Essen mit dem Captain und dem Chefingenieur an. Während des Essens spricht Archer T'Pol darauf an, dass er eine Bewertung über sie schreiben müsse und ihm ist aufgefallen, dass die Vulkanierin einmal Carbon Creek, ein verschlafenes Bergwerksdorf in Pennsylvania, besucht hätte. Da der Captain der Meinung ist, es gäbe interessantere Orte zu besuchen, würde er gerne wissen, was sie dort wollte. T'Pol rückt nach einigem Drängen damit heraus, dass sie den Ort sehen wollte, in dem die Vulkanier das erste Mal auf die Menschen trafen. Trip und Archer stutzen. So weit sie wissen, fand der erste Kontakt am 5. April 2063 stand. Trip möchte die Story gerne hören und T'Pol ist bereit eine Geschichte zu erzählen.

Im Jahre 1957 war ihre Urgroßmutter T'Mir mit drei anderen Vulkaniern auf Forschungsmission im Erdorbit unterwegs, um den ersten künstlichen Satelliten der Menschen (Sputnik) zu untersuchen. Doch ihr Impulsantrieb versagte und so mussten sie nahe Carbon Creek notlanden. Der Captain wurde bei dem Aufprall getötet und so hatte T'Mir nun die Befehlsgewalt.
Da der Subraumtransiver ihres Schiffes zerstört wurde, mussten die Vulkanier hoffen, dass das Notsignal nach Vulkan durchgekommen ist, dass sie noch im Orbit abgesetzt hatten. Als nach fünf Tagen noch immer keine Hilfe in Sicht war, gingen Mestral, einer der Vulkanier, und T'Mir in das nahe gelegene Örtchen Carbon Creek, um Nahrung zu finden.
Nachdem sich die beiden verkleidet hatten, begaben sie sich in eine kleine Bar. Dort gelingt es ihnen tatsächlich durch eine Wette an ein bisschen Geld zu kommen, um Lebensmittel zu kaufen.

Doch auch nach Wochen ist immer noch keine Rettung eingetroffen und so müssen sich die Vulkanier versuchen in die Gesellschaft zu integrieren. Dabei halten sie sich mit kleineren Jobs finanziell über Wasser.
Mestral ist von Menschen immer mehr fasziniert und beginnt gegen Befehle T'Mirs zu verstoßen, nur um seine Forschungen weiter zu betreiben.
Die Vulkanier haben sich in der Zwischenzeit ganz gut eingelebt, auch wenn sie die Hoffnung nach Hause zu kommen, nicht aufgeben. Da geschieht ein Unfall in dem Bergwerk, in dem Mestral arbeitet. Zwar passiert ihm selber nichts, doch möchte er seine verschütteten Freunde retten. Anfänglich ist T'Mir dagegen, da man sich zu sehr in die Kultur einmischen würde, doch letztendlich hilft sie ihm bei der Rettung.

Dann trifft plötzlich ein Signal auf dem Kommunikator T'Mirs ein. Ein Schiff kommt, um sie abzuholen. Die Rettung hatte so lange gedauert, da ihr Notsignal von einem tellaritischen Frachter empfangen wurde, der die Nachricht erst weiterleiten musste. Am selben Tag lernt die Vulkanierin Jack, den Sohn von Maggie, der Besitzerin der Bar, kennen. Er ist ein junger Mann, der die besten Voraussetzungen hat, um aufs College zu gehen, doch das Geld reicht nicht.
Da beschließt T'Mir den Menschen ein Geschenk zu machen. Sie holt eine kleine Tasche aus dem Schiffswrack und bringt sie auf das Patentamt, der nächst größeren Stadt. Mit dem Geld, dass sie mit dem Klettverschluss-Patent verdient hat, kehrt sie zurück zur Bar und steckt es in das Trinkgeldglas. Somit hat Jack genug Geld, um aufs College zu gehen.

Kurz bevor das Schiff der Vulkanier eintrifft, eröffnet Mestral, dass er auf der Erde bleiben möchte, um die Menschen zu erforschen. Obwohl T'Mir anfänglich dagegen ist, gestattet sie es ihm schließlich doch und behauptet dem Rettungsteam gegenüber, dass Mestral beim Absturz getötet wurde.

Trip und Archer können kaum glauben, was sie da hören. Die Geschichtsbücher müssten nun umgeschrieben werden, behaupten sie. Doch T'Pol meint nur, sie hätte das getan, was Trip wollte - eine Geschichte erzählt. Damit lässt T'Pol die beiden Offiziere über den Wahrheitsgehalt der Geschichte im Dunkeln.
Sie verabschiedet sich vom Esstisch und geht in ihr Quartier, um über einer 200 Jahre alten Handtasche zu meditieren.
 
Kritik:
Was "Carbon Creek" ausmacht, ist die Art und Weise, wie Außerirdische Dinge betrachten, die für uns völlig normal sind. Da können Minenarbeiter anfangs schon mal für Gefangene oder ein Footballspiel für einen tödlichen Kampf gehalten werden. Die daraus resultierenden Gespräche und Bemerkungen seitens der Vulkanier, verleihen den Situationen eine gewisse Komik.
Was der Geschichte jedoch fehlt, ist das gewisse Etwas. Man sitzt da und sieht sich die Folge an. Aber sie bietet einfach zu wenig, um sie sich noch mal ansehen zu können. Die Story plätschert so vor sich hin und irgendwann, stellen die Vulkanier fest, dass die Menschen gar nicht so übel sind - Ende vorhersehbar.

Da wir aber gelernt haben, dass unser heißgeliebter Klettverschluss eine vulkanische Erfindung ist, kann ich "Carbon Creek" mit gutem Gewissen noch eine 3+ geben.

Spannung: 1/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 2/5 | Inhalt: 3/5