Das Minenfeld

Originaltitel: Minefield
 
Staffel: 2
 
Note: 3+
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Malcolm ist zum Frühstück beim Captain eingeladen. Völlig versteift betritt er dessen privaten Speiserraum und versucht mit ihm über Dienstangelegenheiten zu sprechen. Doch Archer blockt ab, hat er den Waffenoffizier doch nicht wegen des Dienstes hergerufen, sondern, um mit Malcolm das längst überfällige Essen nachzuholen.
Da meldet sich T'Pol und berichtet, dass die Sensoren ein nicht kartographiertes System entdeckt haben. Einer dieser Planeten gehört zur Klasse M. Die Captain befiehlt Kurs zu setzen - das Essen muss verschoben werden.

Travis schwenkt in einen Standartorbit ein und Archer ist gerade dabei alles für eine Erforschung des Planeten vorzubereiten, als eine gewaltige Explosion das Schiff erschüttert. Die Menschen überall auf dem Schiff werden durch die Gegend geworfen und ehe jemand weiß, was passiert ist, klafft ein riesiges Loch auf der Backbordseite des Schiffes.
Die Schadensberichte treffen ein. Da bemerkt Mayweather etwas an der hinteren Steuerbordseite des Schiffes. Es dauert nicht lange, da stellt sich heraus, dass es eine getarnte Mine ist. Diese befindet sich an einer sehr kritischen Stelle - gibt es dort eine Explosion, ist die Enterprise manövrierunfähig. Malcolm macht sich im Raumanzug auf den Weg dorthin.
Mit Hilfe der Quantenleuchtfeuer, die Trip einige Wochen zuvor gebaut hat, steht bald fest, dass die Enterprise in ein wahres Minenfeld geraten ist.

Auf der Hülle, versucht Malcolm nun die Mine zu entschärfen. Mit einer Art magnetischem Bein, hat sie sich auf der Enterprise festgemacht.
Da taucht plötzlich ein fremdes Schiff auf. Die Enterprise wird gerufen, doch können die Übersetzer die Sprache der Fremden nicht identifizieren und Hoshi liegt noch immer verwundet auf der Krankenstation. Da schießen die Fremden zwei Warnschüsse ab, die die Enterprise nur um wenige Meter verfehlen. Archer will nichts riskieren und befielt Travis langsam und nur mit Manövriertriebwerken das Schiff aus dem Minenfeld zu fliegen.
Bei einem Ausweichmanöver wird die Enterprise leicht erschüttert und mit einem Mal fährt ein weiteres magnetisches Bein der Mine aus und durchbohrt Malcolms linken Oberschenkel. Zwar schützt das sofort gefriende Blut den Raumanzug vor der Dekompression, doch kann Lt. Reed in diesem Zustand die Mine nicht mehr entschärfen.

Wer ein echter Captain ist, der lässt seine Mannschaft nicht im Stich. Also steigt Archer in einen Raumanzug und versucht die Mine unter der Anleitung des Lieutenants zu deaktivieren.
Derweilen ist Hoshi wieder fit genug, um die Botschaften der Fremden zu übersetzten. Etwas, dass sich "Romulanisches Sternenimperium" nennt, beansprucht dieses System und fordert die Enterprise auf, es sofort zu verlassen, oder man werde das Schiff zerstören. Als Archer diese Nachricht hört, erinnert er sich sofort an das Buch, dass er in der Bibliothek des 31. Jh. gesehen hat.

Die Entschärfung schreitet voran und es sieht fast so aus, als könne es Archer tatsächlich schaffen. Doch als er einen der letzten Schaltkreise herausnimmt, wird die Mine plötzlich aktiv. In wenigen Sekunden droht sie zu explodieren und so muss der Captain den Schaltkreis wieder einsetzen. Malcolm meint nur, es hätte keinen Sinn noch länger herumzuprobieren. Er ist der Meinung, man solle dieses Stück Hülle von der Enterprise abtrennen und ihn zusammen mit der Mine davon schweben lassen. Aber Archer weigert sich, seinen Waffenoffizier aufzugeben. Als könnte die Situation nicht schon vertrakt genug sein, tauchen auch die Romulaner wieder auf und werden langsam ungeduldig.
Durch einen Trick gelingt es schließlich doch noch, die Mine vom Schiff zu schaffen und Malcolm zu retten. Dazu mussten zwar zwei Fähren auseinandergenommen werden, aber das ist das kleine Problem. Nun kann Travis die beiden Astronauten einsammeln und das System verlassen.
 
Kritik:
Endlich mal wieder eine Folge, die sich mit Malcolm auseinandersetzt. Nachdem sein Bein durchbohrt wurde und es keine Aussicht auf eine Entschärfung mehr gibt, beginnt er zu resignieren und will eigentlich genau das tun, was er bei Tucker in "Allein" verhindern wollte. Er möchte sich Opfern, damit andere weiterleben können.
In beiden Folgen wird deutlich, dass Reed in seinem Innersten immer davon geträumt hat, einmal eine Tat zu vollbringen, die ihn als Held darstehen lässt. In "Allein" träumt er vom Lob T'Pols und ihrer Liebe zu ihm, während er sich hier tatsächlich für die anderen Opfern will.

Was diese Folge zu einer Art historischem Dokument werden lässt, ist der erste Kontakt mit den Romulanern. Gut, dass die Autoren darauf geachtet haben, dass man die Spezies nicht zu Gesicht bekommt, denn wie wir wissen, wird es noch eine Weile dauern, bis die Menschen erfahren, wie ein Romulaner aussieht.
Die Handlung weißt keine Schwächen auf, die in irgendeiner Form nennenswert sind und doch ist die Episode - Romulaner hin oder her - nur eine von vielen. Der Actionfreund kommt hier viel zu kurz (von der spektakulären Explosion am Anfang einmal abgesehen). Aber auch der Liebhaber von tiefgreifenden Dialogen wird enttäuscht sein. Zwar erzählt uns Malcolm die tragische Geschichte seines Gro▀onkels, aber nichtsdestotrotz ist "Das Minenfeld" Unterhaltung für einen Abend.

Spannung: 2/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 3/5