Übergang

Originaltitel: The Crossing
 
Staffel: 2
 
Note: 4
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise wird von einem gigantischen Schiff verfolgt. Plötzlich öffnen sich zwei riesige Tore und das Sternenflottenschiff wird einfach verschluckt. Kurz darauf fallen Antriebs-, als auch Waffensysteme aus.
Selbstverständlich begibt sich Archer mit einem Außenteam, bestehend aus Trip und Malcolm auf Erkundungsmission. In einer Fähre landen die Drei auf dem Boden des riesigen Hangars und steigen, natürlich in Raumanzügen, aus.
Plötzlich verändert sich die Atmosphäre. Sie ist nun für Menschen atembar und auch die Temperatur hat sich auf angenehme 18C eingependelt. Doch nicht genug der Überraschungen. Nach kurzer Zeit entdeckt das Außenteam seltsame Lichtnebel, die durch den Raum schweben. Einer dieser Nebel fliegt auf Trip zu und verschwindet in ihm, nur um kurze Zeit später wieder aufzutauchen. Die Lichtwolke hat nun ihre Farbe von bläulich in Gelb verändert. Sie fliegt kurz davon und lässt einen total verstörten Tucker zurück. Nach wenigen Sekunden taucht die Wolke erneut in den Commander ein, wechselt wieder die Farbe und verschwindet.
Trip ist perplex. Laut seiner Aussage hat er das Außenteam beobachtet - von der Decke aus. Archer wird die Sache zu unheimlich und er kehrt wieder auf die Enterprise zurück.

Auch nach einer gründlichen Untersuchung, kann der Doktor nichts Ungewöhnliches an Tucker feststellen und entlässt ihn in den normalen Dienst.
Während Archer mit T'Pol debattiert, ob die derzeitige Situation gefährlich ist, bekommt Tucker im Maschinenraum erneut Besuch von einer der blauen Wolken. Wieder taucht sie in ihn ein und verlässt ihn als gelbliches Lichtspiel. Der Commander scheint völlig verwirrt und verlässt unvermittelt den Maschinenraum. Das bleibt natürlich nicht unbemerkt und so kontaktiert einer der Mitarbeiter Tuckers den Captain.
Nach kurzer Suche findet man den Chefingenieur in der Kantine, vor sich allerlei Speisen und Getränke. Als der Captain ihn anspricht, reagiert Trip sehr befremdlich. Nach wenigen Minuten beginnt ein Dialog zwischen Archer und dem Wesen, das Trip "besetzt" hat. Es erzählt, dass es eine nicht-körperliche Lebensform ist und sich zusammen mit seiner Art auf Erkundungsmission befindet. Er und Commander Tucker hätten die Welten getauscht und Trip sei nun - für den Augenblick - einer von ihnen.
Auf den Wunsch des Captains hin, verlässt die Lebensform den Commander wieder und verschwindet, während Trip plötzlich wieder er selbst ist. Sogar die Enterprise verlässt das riesige Schiff wieder, in dem sie sich befand - obwohl Antrieb und Waffen weiterhin tot bleiben.

T'Pol glaubt, dass diese Wesen wirklich nur Forscher sind, während Archer dem ganzen misstrauisch gegenüber steht.
Plötzlich häufen sich die Berichte, dass sich immer mehr Crewmitglieder seltsam verhalten. Sogar der Doktor sollte von ihnen übernommen werden, doch scheint dessen Physiologie nicht kompatibel zu sein.
Eines dieser Wesen ergreift Besitz von Lt. Reed und erkundet nun in dessen Körper die Welt der Körperlichkeit. Letztendlich will er sich sogar mit T'Pol paaren, was jedoch von der Vulkanierin verhindert wird.

Archers Misstrauen wächst und er sucht zusammen mit dem Doktor und T'Pol eine Lösung, diese Wesen loszuwerden.
Durch Zufall entdeckt Travis, dass die Wolken die Panzerung des "Laufstegs" nicht durchdringen können. Da beschließt der Captain alle "nicht-besessenen" Crewmitglieder in diese Sektion zu evakuieren und dort erneut eine provisorische Brücke zu errichten.
T'Pol glaubt, dass sie sich der Übernahme durch die Aliens widersetzen und so mehr über deren wahre Absichten herausfinden kann.
Der Plan gelingt und T'Pol bringt in Erfahrung, dass das Schiff der Wesen langsam auseinander fällt und sie körperliche Wesen brauchen, um zu überleben, da sie im All nicht existieren können. Zwar befinden sich hunderte von Wesen an Bord des fremden Schiffes, doch werden 82 von ihnen vorläufig überleben, während die Anderen weitersuchen müssen.

Der Captain hat eine Idee, wie man die Wesen an Bord, die schon Besitz von der Crew übernommen haben, wieder loswerden kann. Er schlägt vor, die Enterprise mit Kohlenstoffdioxid zu fluten und die Crewmitglieder so zu betäuben. Damit würden auch die Wolken den Körper verlassen.
Gesagt, getan und so begibt sich Phlox in einem Raumanzug zu den Umweltkontrollen. Doch eines der Wesen hat erneut Besitz von Trip ergriffen und versucht den Doktor aufzuhalten. Diesem gelingt es letztendlich jedoch trotzdem, das Schiff mit dem Gas zu fluten.

Archer hat zusammen mit Travis inzwischen den Impulsantrieb und die Waffen wieder zum laufen gebracht. Nach einer kurzen Verfolgungsjagd mit dem Alienschiff, feuert die Enterprise zwei Torpedos ab und vernichtet es.
Somit ist das Sternenflottenschiff außer Gefahr und kann seine Mission fortsetzen.
 
Kritik:
Also, ich will ganz ehrlich sein. Die Geschichte an sich hat mir ganz gut gefallen. Einerseits kommen hier endlich mal wieder nicht-körperliche Wesen vor - eine nette Abwechslung zu den "normalen" Star Trek-Wesen. Auch die kindliche Naivität, mit denen die Wesen den Menschen gegenübertreten ist einfach zum schreien komisch. Besonders möchte damit die Szenen des "besessenen" Reeds hervorheben, der jede Frau, die ihm begegnet, anbaggert.

Andererseits muss ich das letzte Drittel der Episode sehr scharf kritisieren. Da haben diese Wesen nun ungefragt die Crew übernommen. Ok, das ist nicht nett und ich kann Archer auch verstehen, dass er seine Leute wiederhaben möchte.
Aber wie geht die ganze Sache aus? Die Wesen werden mit Gewalt aus den Körpern vertrieben und anschließend wird ihr Schiff - ihre einzige Überlebenschance - zerstört. Super gemacht! So was nenne ich Völkermord! Es waren ja nicht nur zwei oder drei dieser Wolken an Bord, nein, es waren hunderte! Wie kann man so etwas verantworten????
Es wäre ja wohl selbstverständlich gewesen, dass man die ganze Sache versucht erstmal diplomatisch zu lösen. Man hätte den Wesen bei der Reparatur ihres Schiffes helfen können, man hätte ihnen einen unbewohnten Klasse-M Planeten zeigen können - aber nein. Erst schießen, dann fragen. Tut mir leid, aber damit bin ich überhaupt nicht einverstanden.

"Übergang" hätte eine gute Episode werden können - und ich meine wirklich richtig gut. Aber das Ende ist absolut miserabel.

Spannung: 3/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 3/5 | Humor: 2/5 | Inhalt: 2/5