Regeneration

Originaltitel: Regeneration
 
Staffel: 2
 
Note: 4-
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Ein Wissenschaftlerteam entdeckt in der Arktis ein Trümmerfeld. Wie sich herausstellt, waren diese Trümmer einmal ein Schiff. Kurz darauf finden die Forscher drei Leichen im Eis - was sie nicht wissen: Es sind Borg.

Als diese vermeintlichen Leichen untersucht werden, erwachen diese plötzlich zu neuem Leben, assimilieren die Wissenschaftler und fliehen mit deren Forschungsschiff.
Archer und seine Crew erhalten nun den Auftrag, das Schiff zu stoppen. Es dauert nicht lange, da erreicht die Enterprise ein Notsignal eines tarkalianischen Frachters. Offenbar werden sie von einem unbekannten Schiff angegriffen.
Die Enterprise fliegt zum Ort des Geschehens. Als sie eintrifft stellen sie fest, dass die Waffen und der Antrieb des kleinen Forschungsschiffes auf unglaubliche Weise verbessert wurden. Trotzdem schafft es das Sternenflottenschiff, die Waffen der Borg außer Gefecht zusetzen, woraufhin diese fliehen.

Zwei Lebenszeichen werden auf dem Frachter geortet. Es ist dessen Besatzung, die seltsame Veränderungen durchläuft. Zwar versucht Phlox die Nanosonden zu entfernen, doch hat er dabei nicht viel Erfolg.
Archer ist inzwischen auf eine alte Rede von Zefram Cochrane aufmerksam geworden, in der er berichtet, wie der erste Kontakt wirklich abgelaufen ist. Doch T'Pol weist Archer darauf hin, dass Cochrane schon immer für seine Trunksucht bekannt war und schenkt der Geschichte keine weitere Beachtung.

Plötzlich wachen die Tarkalianer auf und wollen fliehen. Phlox versucht sie aufzuhalten, doch wird dabei mit Nanosonden infiziert.
Die beiden Tarkalianer machen sich in den Schächten der Enterprise inzwischen daran, die Systeme zu assimilieren - auch ein Sicherheitsteam kann sie davon nicht abhalten. Daraufhin lässt Archer die Sektion abriegeln und anschließend die äußere Luftschleuse öffnen - die Borg entschweben ins All und die Enterprise setzt wieder Kurs auf das flüchtende Schiff.

Doktor Phlox versucht indessen ein Heilmittel gegen die Nanosonden zu finden. Laut seinen Analysen, sind sie anfällig gegenüber Omikronstrahlung.
Malcolm arbeitet inzwischen an einer Lösung, um die persönlichen Schilde der Wesen zu durchdringen - nach einigen Testreihen kann er ein Ergebnis vorweisen.
Der einzige, der keinen Erfolg hat, ist Tucker. Er versucht die bereits assimilierte Technologie zu entfernen.

Da trifft die Enterprise erneut auf das Borgschiff. Plötzlich wird ein Aktivierungssignal gesendet und die assimilierte Technologie an Bord der Enterprise beginnt die Kontrolle zu übernehmen. Waffen- und Antriebsysteme fallen aus.
Archer hat jedoch mit Malcolm an einem Plan gearbeitet. Beide beamen sich an Bord des Borgschiffes und platzieren eine Bombe am Antriebskern. Kurz nachdem die Menschen wieder an Bord der Enterprise sind, explodiert sie. Tucker hat es inzwischen geschafft die assimilierten Teile zu deaktivieren. Die Waffensysteme kommen wieder online. Zwar versuchen die Borg ihr Schiff wieder zu reparieren, aber durch den massiven Einsatz von Phasern und Torpedos explodiert das ehemalige Forschungsschiff in einem gleißenden Feuerball.
Auch Phlox hat es geschafft, die Nanosonden in seinem Körper zu vernichten.

Als er Archer einen Bericht erstattet, erzählt er von einer nummerischen Sequenz, die er immer und immer wieder in seinem Kopf gehört hat.
Als der Captain diese Nummern analysiert, stellt er entsetzt fest, dass die Aliens ihren "Kollegen" eine Nachricht in den Deltaquadranten geschickt haben. Diese enthält die Koordinaten der Erde. Zwar meint T'Pol, dass ein Subraumsignal ungefähr 200 Jahre bis in den Deltaquadranten braucht und somit keine unmittelbare Gefahr besteht. Doch Archer sieht das nicht als tröstend an - denn die Enterprise hat die Invasion nur bis in das 24. Jh. hinausgezögert.
 
Kritik:
Diese Geschichte führt die Ereignisse von Star Trek 8 fort und bringt erneut die Borg ins Spiel. Muss das sein? Hatten wir nicht schon genug Borg zum Ende von Voyager?

Auch, wenn ich eigentlich nicht zu denjenigen gehöre, die groß auf inhaltliche Fehler achten (sofern sie im Rahmen bleiben), so muss ich mich hier doch wirklich Fragen, ob die beiden Autoren sich jemals vorher mit Star Trek beschäftigt haben.
Wo soll ich anfangen?
Nun, da liegen seit 100 Jahren die Trümmer eins Borgschiffes auf der Erde rum. Ein Schiff mit einem Durchmesser von 600 Metern und doch findet man nur zwei Borg im Eis. Es ist ja nicht so, dass irgendwo noch weitere rumliegen könnten.

Zefram Cochrane war also ein Trinker und niemand hat ihm geglaubt? Was ist mit dem großen Zefram Cochrane, den alle bewundern? So jedenfalls hat es uns Riker erzählt.

Im 24. Jh. hat man es nicht geschafft, ordentliche Handfeuerwaffen gegen die Borg zu entwickeln, aber im 22. Jh. schafft das Reed, indem eine kleine Phaserpistole überlädt?

An Bord der Enterprise befindet sich zum Schluss immer noch Borgtechnologie. Was ist mit der geschehen - wieso hat man daran nicht geforscht, um in Zukunft auf die Bedrohung besser vorbereitet zu sein? Denn die Föderation scheint ja am Anfang völlig hilflos gegen die kybernetischen Wesen zu sein (Wolf 359!).

Auf die beiden Borg, die im All rumschweben, will ich jetzt gar nicht erst zu sprechen kommen.

Und Phlox kann nicht assimiliert werden? Toll, besetzen wir Schiffe, die gegen die Borg kämpfen nur noch mit Denobulanern!

Fehler über Fehler und eine Geschichte, die an den Haaren herbeigezogen ist.
Einzig und allein das Ende ist gut. Warum? Nun, in der ersten Staffel von TNG erfahren wir, dass einige Außenposten von einer unbekannten Macht zerstört wurden. Wie sich später herausstellt, waren das die Borg.
Die Mitteilung, die Phlox erwähnt hat, könnte somit wirklich das Ereignis gewesen sein, dass die Borg auf die Menschen aufmerksam gemacht hat.

"Regeneration" ist eine Folge, die für die Leute gedacht ist, die sonst nie etwas mit Star Trek zu tun hatten und einfach mal ins Programm gezappt haben. Dem Fan stehen hier jedoch die Haare zu Berge - da ändert auch der kleine Insiderkommentar von Malcolm nichts daran, als er meint, das die Phaser zu Anfang so "effektiv" waren, dass man auch mit holographischen Kugeln hätte schießen können.

Spannung: 3/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 0/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 2/5