Auf ärztliche Anweisung

Originaltitel: Doctor's Orders
 
Staffel: 3
 
Note: 3
 
Kritik von: Alex Bernhardt
 
 
 
 
 

Inhalt:
Die Enterprise trifft auf ihrem Weg nach Azati Prime auf eine gewaltige Raumverzerrung, die offenbar eine ähnliche Konfiguration hat, wie jene, auf die das Schiff vor einigen Tagen getroffen ist.
Da ein Umfliegen dieses Phänomens mehrere Wochen in Anspruch nehmen würde, entschließt sich Archer, hindurch zufliegen. Der Doktor macht jedoch darauf aufmerksam, dass die Strahlung in dieser Verzerrung eine Schädigung des Neokortex der Crew zur Folge hätte. Zum Glück kennt Phlox jedoch einen Ausweg. Er plant, die Crew in ein künstliches Koma zu versetzen und sie damit zu schützen. Da seine Physiologie sich von der der Menschen unterscheidet, ist der Doktor (neben Porthos) somit der Einzige, dem die Strahlung nichts anhaben kann.

Für den Notfall erhält Phlox noch einen Crashkurs in Navigation, Kommunikation und Technik - Tucker rät dem Arzt jedoch davon ab, den Warpantrieb zu benutzen, da er nicht wüsste, welche Auswirkungen die Verzerrung auf das Warpfeld haben könnte.
Im Anschluss daran, versetzt der Doktor jedes Crewmitglied in einen Tiefschlaf. Nun sind Phlox und Porthos allein auf dem Schiff. Zwar weiß der Denobulaner nicht so recht, wie er mit dem Hund umgehen muss, doch irgendwie schafft er es, ihn bei Laune zu halten.
Nach der Ansicht des Arztes, hat es schon seine Vorteile, die einzige Person an Bord zu sein. Man kann zum Beispiel durch die Gänge joggen, ohne ständig mit jemandem zusammenzustoßen und man kann unbekleidet umher wandeln.

Bei einer seiner Routineuntersuchungen der Crew glaubt Phlox etwas zu hören. Er geht dem Geräusch nach, kann jedoch niemanden finden.
Kurze Zeit später glaubt er einen Schatten zu sehen - wie sich später herausstellt, war es T'Pol, die einige Sensoruntersuchungen der Verzerrung durchgeführt hat. Als Phlox die Frau fragt, wo sie die letzten beide Tage war, gibt sie an, sie habe in ihrem Quartier gelesen und meditiert.
Der Arzt ist froh, dass er nicht gänzlich alleine auf dem Schiff ist, denn er begann sich schon ein wenig unbehaglich zu fühlen.

Phlox setzt seine Untersuchungen an der Crew fort. Als er das Quartier von Hoshi betritt entdeckt der Arzt plötzlich einen Xindi-Insektoiden, der sich gerade über die Frau hermachen möchte.
In Panik flüchtet der Doktor und verständigt T'Pol. Diese ist der Meinung, dass er halluziniert, da die internen Sensoren nichts feststellen können. Um ihn zu beruhigen, willigt die Vulkanierin ein, sich mit auf die Suche nach angeblichen Xindi an Bord zu machen.
Zwei Stunden später haben die beiden noch immer nichts gefunden und der Arzt beginnt an sich selbst zu zweifeln.
Doch auch T'Pol geht es nicht gut. Offenbar hat die Strahlung auch auf sie eine Wirkung, denn sie verliert langsam aber sicher die Kontrolle über ihre Emotionen, was unangenehme Folgen haben kann. Aus diesem Grund sind beide froh, dass die Enterprise die Verzerrung in sechs Stunden durchquert haben wird.

Nach dieser unendlich langen Zeit will Phlox die Crewmitglieder wieder aufwecken. Doch T'Pol warnt ihn. Offenbar hat die Enterprise den Rand der Verzerrung noch nicht erreicht. Nach einer Sensoranalyse stellt sich heraus, dass das Schiff über ein halben Lichtjahr vom ursprünglichen Kurs abgekommen ist. Fliegt man weiter mit Impuls würde es weitere 10 Wochen dauern, bis man die Crew wieder aufwecken kann.
Das dieser Zeitraum zu lang ist, ist sowohl Phlox als auch T'Pol klar. Sie entscheiden sich dazu, den Warpantrieb zu benutzen - auch wenn Tucker davon abgeraten hat.
Nach einer ausführlichen Analyse des Warpreaktors scheint der Aktivierung des Antriebes nichts mehr im Weg zu stehen. Doch sowohl T'Pol als auch Phlox haben nicht den geringsten Schimmer, wie sie es tun sollen. Zwar meint Phlox, dass die Vulkanierin mit ihrem Fachwissen sicher weiter weiß, doch da sie langsam die Kontrolle über ihre Emotionen verliert, ist sie keine große Hilfe.
Nur mit Müh und Not schaffen es beide, den Antrieb zu aktivieren und die Enterprise sicher aus der Gefahrenzone zu fliegen.

Nun beginnt der Arzt die Crew wieder aufzuwecken. Er begleitet T'Pol noch in ihr Quartier und bedankt sich für ihre Hilfe - da entdeckt Phlox, dass die Vulkanierin in ihrem Bett liegt; noch immer im künstlichen Koma, in dass der Arzt sie vor vier Tagen versetzt hatte.
 
Kritik:
Diese Folge ähnelt in ihrem gesamten Aufbau sehr stark der Episode "Eine" aus Voyager. Auch hier durchfliegt die Crew einen gefährlichen Teil des Weltraums und wird ins Koma versetzt, während 7 of 9 die einzige ist, die noch wach ist.

Aufgrund dieser Ähnlichkeiten, ist es auch sehr schwer, der Story wirklich etwas Besonderes anzusehen, obwohl zwei Dinge doch die Aufmerksamkeit des Zuschauers erwecken sollten.
Da wäre zum einen der anfängliche Umgang Phlox' mit dem Hund des Captains. Zum einen ist es ganz putzig mit anzusehen, wie der Denobulaner Porthos aus einem medizinischen Fachbuch über Hunde vorliest.
Zum anderen muss ich das Ende der Folge loben, da man zu keinem Zeitpunkt auch nur ahnen konnte, dass T'Pol auch nur eine Halluzination ist.
Gerade der regelmäßige Zuschauer wurde so hinter das Licht geführt, geht man doch von Anfang an davon aus, dass die "allmächtige" vulkanische Physiologie auch der Strahlung der Verzerrung gewachsen ist - Fehlanzeige.

Wie gesagt, diese beiden Aspekte machen "Auf ärztliche Anweisung" zu etwas Besonderem - der Rest ist leider nicht mehr als ein wieder aufgewärmter Voyager-Plot. Schade eigentlich.

Spannung: 1/5 | Erotik: 0/5 | Anspruch: 2/5 | Humor: 0/5 | Inhalt: 2/5